Von der Elbe bis zum Harz

Mit dem Motorrad unterwegs auf der Deutschen Fachwerkstraße©motorradstrassen

Die landschaftliche Vielfalt dieser Regionalstrecke der Deutschen Fachwerkstraße könnte kaum vielfältiger und kontrastreicher sein. Elbe, Elbtalaue und Wendland, Altmark, Harz, Eichsfeld, Weserbergland, die Mittelweser und das Wiehengebirge – jede Region weiß auf ihre Art zu begeistern. Gemeinsam ist auf jeden Fall die Liebe zum Fachwerk, das geschätzt und mit Hingabe gepflegt wird. Kein Wunder also, dass die Städte mit den herrlichen Fassaden, den schönen Plätzen und einladenden Cafés und Restaurant ein beliebtes Ziel sind. Dass das Flair auch am Abend zu überzeugen weiß ist ein gutes Argument auch ein bisschen länger zu bleiben.2022 1 FW Elbe zum Harz KleineKarteKleine Karte Von der Elbe zum Harz 2021

MOTORRADTOUREN

Unsere ersten beiden Routen sind so gestaltet, dass gleich 5 Stationen der Deutschen Fachwerkstraße mit in die Touren integriert werden können. Das sind Salzwedel, Lüchow, Danneberg, Hitzacker und Bleckede. Wenn beide Routen im Uhrzeigersinn gefahren werden lernt man die Strecke zwischen Salzwedel und Bleckede in beide Fahrtrichtungen kennen, was auf jeden Fall zu empfehlen ist.

TOUR 1

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Wir starten unsere Routenbeschreibung in der Hansestadt Salzwedel, wo sich die „Deutsche Fachwerkstraße“ und die „Straße der Romanik“ berühren. Das Stadtbild gefällt mit romantischen Kopfsteinpflastergassen, schönen Backsteinhäusern und eben liebevoll restaurierten Fachwerkbauten. Also, Mopped parken und beim Bummeln einen der leckeren Salzwedeler Baumkuchen probieren.
Wenig später wartet, nach einem Kleinststraßenabstecher über Küsten, bereits Lüchow im Wendland. Dort wird mit einer historischen Altstadt. Der Marktplatz und der Ratskeller sind dabei die sicher die attraktivsten Motive fürs Erinnerungsfoto.
Abseits der Hauptstraßen locken kleine Wege durchs Wendland. Ob man Dannenberg und Hitzacker lieber auf Tour 2 einbaut entscheidet sich jetzt, bevor die Elbe für einige Kilometer zum Begleiter wird. In Dannenberg erwartet den Besucher eine mit schönen Fachwerkhäusern bestückte Altstadt samt einladender Gastronomie. Ein Heimatmuseum ist im Waldemarturm zu finden.
Das Kulturstädtchen Hitzacker ist mit seinen idyllischen Gässchen ein lohnender Fachwerkstopp. Umgarnt von Elbe und Jeetzel kommen hier nicht zuletzt Romantiker voll auf ihre Kosten. Schließlich wird Bleckede erreicht, das auch sehr gut in TOUR 2 integriert werden kann. Dort ist unbedingt der historische Stadtrundgang zu empfehlen – einen gedruckten Plan gibt es im Tourismusbüro. Alle Ziele sind fußläufig zu erreichen – was will Biker mehr?
Die Motorradreise zieht uns nun über Lauenburg in die Eulenspiegelstadt Mölln. Auch auf dieser Fahrt nutzen wir das vielfältige Kleinststraßennetz und genießen den Entschleunigungsmodus. Wir tuckern weiter zum Schaalsee, einem Gewässer, das sich Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern teilen. Der Hauptort am See ist Zarrentin, nicht zuletzt bekannt durch sein Kloster.
Bevor nun wieder in Richtung Ausgangspunkt gecruist wird kann in Kaarßen zum Benzingespräch gestoppt werden. Direkt an der B195 liegt der Imbiss und Bikertreff „Bei Tania“.

TOUR 2

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Diese Runde starten wir von Bleckede aus in Richtung Salzwedel und bekommen dabei unsere Fachwerkstopps Hitzacker, Dannenberg und Lüchow in entgegengesetzter Richtung zu TOUR 1 präsentiert. Ab Salzwedel wird dann Kurs auf Uelzen genommen. Entspannter Tourenspaß abseits der Hauptstraßen ist auch hier wieder angesagt. Uelzen gefällt u.a. mit seinem Hundertwasserbahnhof und der Ratsweinhandlung, dem Treffpunkt für Genießer edler Tropfen. Etliche nette Heidekilometer später wird mit Lüneburg auch die namensgebende Stadt der äußerst beliebten Region Norddeutschlands erreicht. Die lebendige Hansestadt konnte ihren historischen Kern, vom 2.Weltkrieg unzerstört, erhalten und gefällt nicht zuletzt durch ihre Giebelhäuser. Wenige Kilometer später wird mit Bleckede wieder der Ausgangspunkt der Runde erreicht.

TOUR 3

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Auch auf Tour 3 ist ein Einstieg an beliebiger Stelle möglich, da es sich auch hier wieder um eine Rundtour. Wir starten unsere Beschreibung in Celle und fahren gegen den Uhrzeigersinn. Vor 700 Jahren gegründet präsentiert sich die 70.000-Einwohner-Stadt mit unverwechselbarem Flair und lässt den Besucher der Altstadt mehr als 500 liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser bestaunen. Bei einem Stopp sollten Fotos vom Herzogschloss, der Stadtkirche und dem Alten Rathaus in die Cloud geschaufelt werden.


Schmale Straßen führen, parallel zur ausreichend entfernten Bundesstraße, ins malerische Fachwerkstädtchen Nienburg. Über die „Nienburger Bärenspur“ lassen sich die Sehenswürdigkeiten der Altstadt erkunden – also, einfach den Bärentatzen folgen.
Auf dem Weg zum nächsten Ziel, Bad Essen, gibt es neben einer Menge verkehrsarmer Strecken auch Niedersachsens beliebtesten See zu entdecken – den Dümmer. Dabei hat er bereits zum dritten Male dem bekannteren Steinhuder Meer das Nachsehen gelassen, auf das wir im Rahmen dieser Runde auch noch treffen werden. Zunächst widmen wir aber Bad Essen unsere volle Aufmerksamkeit, die es mit dem historischen Marktplatz, dem Solepark und lebensgroßen Saurier-Nachbildungen auch verdient hat.
Weiter geht der Kleinststraßentrip, der uns auf dem Weg nach Stadthagen den Mittellandkanal und die Weser überqueren lässt, und uns nördlich von Minden durch den Schaumburg Wald schickt. Am Nordhang der knapp 400 Meter hohen Bückeberge überrascht dann die Kreisstadt Stadthagen mit großartig restaurierten Fachwerkhäusern und Gebäuden im Baustil der Weserrenaissance, wie z.B. dem Schloss.
Zurück nach Celle sollte unbedingt am größten See Norddeutschlands, dem Steinhuder Meer, gestoppt werden.

TOUR 4

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Die Ausläufer des Harzes, das grandiose Eichsfeld und viele weitere kurvige Leckerbissen liefern die perfekten Motorrad-Verbindungen von Fachwerkstädten, die dem Fahrvergnügen in nichts nachstehen.
Das beginnt bereits in Osterode, dem Tor zum Harz. Die einladende Fußgängerzone mit historischen Wirtshäusern und Straßencafés lädt zum Schlendern und Kalorientanken ein. Ein besonderes Erlebnis sind die geführten Segway-Stadterkundungen – ein kurzzeitiger Fahrzeugwechsel mit interessanten Erfahrungen. Knackige Straßenführungen lotsen gen Norden und präsentieren mit Bockenem die nächste Stadt der Deutschen Fachwerkstraße. Die Kernstadt besteht fast ausschließlich aus Fachwerkgebäuden. Samstag- und Sonntagnachmittag öffnet das „Museum der Zeit“ und liefert Wissenswertes über Turmuhren und Glockengießerei.


Das wenig später erreichte Alfeld kann auf 750 Jahre Stadtgeschichte zurückblicken. Am Fuß der Sieben Berge im landschaftlich reizvollen Leinetal gelegen ist eine motorradfreundliche An- und Abfahrt garantiert. Neben der historischen Altstadt gehört das Fagus-Werk zu den Anziehungspunkten der Stadt. Seit 2011 ist die gesamte Fabrikanlage für Schuhleisten Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Herrlich eingebettet von Harz, Weserbergland und Eichsfeld liegt die Bierstadt Einbeck. Natürlich hinterlassen die rund 150 Fachwerkbauten der Altstadt nachhaltigen Eindruck. Bei uns Motorradfans wird sich allerdings der PS.Speicher unauslöschlich auf die Festplatte brennen. Obwohl rund 300 Autos und Motorräder aus 130 Jahren gezeigt werden handelt es sich beim PS.Speicher nicht um ein klassisches Museum, sondern vielmehr um ein pulsierendes Erlebniszentrum mit Veranstaltungen und Sonderausstellungen.
Nach der faszinierenden Welt der Fortbewegung sorgt das Heimatmuseum in Northeim für Erdung und widmet sich u.a. der Stadtentwicklung im Laufe der Zeit. Erlebte Wirtschaftsgeschichte gibt es im Ausstellungsbereich „Colonialwarenladen“ zu sehen. Natürlich ist auch Northeims historisches Stadtbild von Fachwerk geprägt. Dabei stechen besonders die liebevoll restaurierten Ackerbürgerhäuser heraus, also Gebäudekomplexe, die nicht zuletzt durch ihre großen Hofeinfahrten zum landwirtschaftlichen Betrieb geeignet sind.
Das fulminante Abschlussstück dieser Tour führt durch das Eichsfeld. Die Kulturlandschaft liefert mit Duderstadt eine mehr als würdige Abschlussperle dieser Runde. Die Altstadt glänzt mit über 600 Fachwerkhäusern und kann u.a. mit einem wunderschönen historischen Rathaus begeistern. Der Wilhelm-Busch-Mühle sollte können sich auch Besucher mit den Vornamen Max oder Moritz gefahrlos nähern.
Der Rückweg nach Osterode hält, neben sattem Straßenmaterial, ein Highlight für Krimifans. In St. Andreasberg ermittelt Dorfpolizist Frank Koops als „Harzer Brocken“.

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TOUR 5

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Die Tourenbeschreibung dieser Fachwerk-Runde startet in Wernigerode, der bunten Stadt am Harz. In der Fachwerkaltstadt begeistert das Rathaus als Perle mittelalterlicher Baukunst. „1.000 Schritte rund ums Haus“, nennt sich die einstündige und empfehlenswerte Stadtführung. Hoch über der Altstadt wartet Schloss Wernigerode mit herrlichen Ausblicken auf den Harz bis hin zum Brocken.
Dabei kann schon mal ein Blick auf die bald folgenden Kurvenstrecken werfen, die in Richtung Schierke und Brocken, sowie vorbei am Rappbode-Stausee in Richtung Hexentanzplatz bei Thale für Begeisterung sorgen. Und dann ist auch schon die Welterbestadt Quedlinburg erreicht. Mehr als 2.000 Fachwerkhäuser zeigen die Entwicklung des beliebten Baustils über einen Zeitraum von 800 Jahren. Neben der herrlichen Altstadt ist der Schlossberg mit der Stiftskirche ein Muss.
Der Motor ist noch nicht richtig warm und schon ist die über 1.200 Jahre alte Bischofstadt Halberstadt ein weiterer Grund zum Halten. Aber nicht nur der Dom St. Stephanus und die romanische Liebfrauenkirche wissen zu gefallen, denn weit über 400 Fachwerkhäuser aus 4 Jahrhunderten sorgen für eine wunderbare Atmosphäre im lebendigen Halberstadt. Ein reichhaltiges Kulturangebot lohnt auch hier, wie so oft in Fachwerkstraße-Städten, für einen oder mehrere Zusatztage.


Königslutter, unser nächstes Ziel, erreichen wir über die Höhenzüge Huy und Elm. Der Elm erreicht an der höchsten Stelle über 320 Höhenmeter und liefert schöne bewaldete Abschnitte. Die Domstadt Königslutter gefällt mit zahlreichen Fachwerkhäusern in der Altstadt. Das Herz der Stadt ist der Marktplatz, wo sich die beiden Rathäuser und die romanisch-gotische Stadtkirche befinden.
Entspanntes Kleinstraßen-Cruisen führt schließlich nach Hornburg, das zu den schönsten Kleinstädten Norddeutschlands zählt. Seit 1988 steht die Altstadt mit den 400 Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz. Interessiert an mehr? Dann nichts wie hin ins hochinteressante Heimatmuseum.
Bevor diese Tour wieder den Ausgangspunkt erreicht lädt Osterwiek zum Besuch ein. Die „Perle von Sachsen-Anhalt“. Das einzigartige Stadtbild mit 400 Fachwerkhäusern aus unterschiedlichsten Epochen diente bereits des Öfteren als Filmkulisse wie z.B. in „Till Eulenspiegel“, „Goethe“ und „Monument Men“ mit George Clooney.